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Wie man sich in den Beleuchtungsparametern zurechtfindet – ein Leitfaden für jeden Heimwerker

Wie man sich in den Beleuchtungsparametern zurechtfindet – ein Leitfaden für jeden Heimwerker

Tipps & Anleitungen
Veröffentlicht am 08.01.2026

Die passende Beleuchtung auszuwählen, ist nicht immer ganz einfach. Auf der Verpackung finden sich zahlreiche Angaben, in denen man sich schnell verlieren kann – und oft ist gar nicht klar, was sie genau bedeuten. Deshalb schauen wir uns diese Parameter genauer an: verständlich und praxisnah.

Die wichtigsten Parameter für die meisten von uns

Bevor wir uns den wirklich spezialisierten Angaben widmen, gehen wir zunächst die Parameter durch, nach denen die meisten von uns LED-Leuchten oder LED-Lampen im Alltag auswählen. Diese Werte zeigen nämlich, wie hell das Licht ist, wie lange es hält und für welchen Raum es geeignet ist.

Lichtstrom (Lumen – lm)

Der Lichtstrom ist einer der wichtigsten Werte. Er gibt an, wie viel Licht eine Lampe oder Leuchte tatsächlich erzeugt. Angegeben wird er in Lumen (lm): Je höher der Wert, desto heller wird es im Raum. Zur besseren Orientierung:

  • etwa 400–500 lm reichen für Flur oder WC,
  • rund 800–1000 lm eignen sich für Küche oder Wohnzimmer,
  • Werte über 1500 lm sind ideal für Werkstatt, Garage oder den Arbeitsplatz, wo jedes Detail zählt.

Leistungsaufnahme (W)

Die Leistungsaufnahme beschreibt den Energieverbrauch. Früher ließ sich anhand der Wattzahl gut einschätzen, wie hell eine Glühbirne ist – bei LED-Leuchten gilt diese Faustregel jedoch nicht mehr. Eine niedrige Leistungsaufnahme bedeutet heute keineswegs schwaches Licht: Moderne LED-Technik erzeugt aus wenigen Watt sehr viel Helligkeit. Deshalb sollte man bei der Auswahl vor allem auf die Lumen achten.

Effizienz (lm/W)

Die Effizienz zeigt, wie gut eine Leuchte mit Energie umgeht. Ein Licht mit 120 lm/W ist deutlich sparsamer als eines mit 80 lm/W. Wenn Ihnen der Stromverbrauch wichtig ist, gehört dieser Wert zu den entscheidenden Kriterien.

Farbtemperatur (Kelvin – K)

Die Farbtemperatur bestimmt, welche Lichtfarbe eine Leuchte hat. Warmweißes Licht im Bereich von 2700–3000 K wirkt besonders gemütlich und eignet sich hervorragend für Wohn- oder Schlafzimmer. Neutralweißes Licht um 4000 K ist ideal für Küche, Bad oder Büro. Benötigen Sie maximale Sicht – etwa in Garage oder Werkstatt –, ist kaltweißes Licht mit 5000–6500 K die richtige Wahl.

Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel legt fest, wie breit sich das Licht im Raum verteilt. Ein weiter Winkel von etwa 120° eignet sich perfekt für die Allgemeinbeleuchtung von Küche, Büro oder Werkstatt, da der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Engere Winkel von 40–60° sind hingegen ideal für Spot- oder gezielte Arbeitsplatzbeleuchtung.

IP-Schutzart

Dieser Wert gibt an, in welcher Umgebung eine Leuchte (Lampe, Leuchtmittel) problemlos eingesetzt werden kann. Grundsätzlich gilt: Je höher die Zahl, desto besser der Schutz vor Staub und Wasser. Für trockene Innenräume reicht IP20, im Badezimmer sollte es mindestens IP44 sein. Für den Außenbereich oder staubige Werkstätten empfehlen wir IP65.

LED-Beleuchtung und ihre Parameter
Bei der Auswahl von LED-Beleuchtung sollten Sie auf die Lichtstärke (lm), den Energieverbrauch (W) sowie auf warmes oder kaltes Licht – die Farbtemperatur (K) – achten.

Parameter für echte Experten

Neben den gängigen Angaben gibt es auch Parameter, die auf den ersten Blick komplexer wirken, in Wirklichkeit jedoch viel über die Qualität und den Komfort der Beleuchtung aussagen. Für den Einsatz im Haushalt sind sie allerdings meist nicht entscheidend.

CRI (Color Rendering Index)

Der CRI – Farbwiedergabeindex – beschreibt, wie natürlich Farben unter dem jeweiligen Licht erscheinen. Ein Wert um CRI 80 ist der gängige Standard für Wohnräume. Für besonders hochwertige Beleuchtung mit sehr realistischer Farbwiedergabe, etwa in einem Atelier, empfiehlt sich CRI 90+.

UGR (Unified Glare Rating)

Kennen Sie das Gefühl, wenn Licht die Augen blendet? Genau das misst der UGR-Wert – also wie störend die Blendwirkung ist. Ein UGR <19 eignet sich für Büro oder Homeoffice, da er weniger blendet, während UGR >22 häufig in Wohnräumen anzutreffen ist.

Flicker

Flicker bezeichnet das Flimmern des Lichts, das man oft nicht bewusst wahrnimmt, das der Körper aber spürt. Günstige oder schlecht konstruierte LED-Leuchten können so flackern, dass sie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme verursachen. Moderne LEDs mit hochwertiger Elektronik haben einen sehr geringen Flicker – idealerweise unter 10 % –, was bei längerer Nutzung deutlich angenehmer ist.

THD (Total Harmonic Distortion)

Der THD-Wert zeigt, wie stark eine Lichtquelle das Stromnetz belastet. Für den normalen Nutzer spielt dieser Wert kaum eine Rolle. Relevant ist er vor allem für Planer und Elektriker, die Beleuchtung in Industriehallen oder Betrieben mit empfindlicher Elektronik konzipieren.

Das sind die grundlegenden und etwas spezielleren Eigenschaften von LED-Leuchten. Im Haushalt sollten Sie sich vor allem auf Lumen, Lichtfarbe, Leistungsaufnahme und IP-Schutzart konzentrieren. Und falls Sie unsicher sind: Bei EMOS beraten wir Sie gerne und helfen Ihnen bei der Auswahl.

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