Energie für unterwegs: So wählen Sie Powerbank, Ladegerät und Adapter
InspirationPowerbank: Entscheidend ist die Kapazität
Achten Sie bei der Wahl einer Powerbank nicht nur auf das Design. Wirklich wichtig sind zwei Werte: die Kapazität (mAh) und die Leistung (W). Powerbanks mit 10.000 mAh sind der praktische Standard. Ein durchschnittliches Smartphone laden sie etwa zweimal auf, sie sind leicht, passen in die Tasche und nehmen im Handgepäck kaum Platz ein. Modelle mit 20.000 mAh eignen sich für längere Reisen oder ein Wochenende im Zelt, sind aber schwerer und größer.
Die Leistung der Powerbank entscheidet, wie schnell Ihr Smartphone wieder geladen ist. Ein stärkeres Modell kann auch ein Notebook versorgen, muss dafür aber USB-C Power Delivery (PD) unterstützen und mindestens 45 W, idealerweise 65 W leisten.
Tipp: MagSafe und kabelloses Laden: Für Besitzer neuerer Smartphones ist eine Powerbank mit magnetischem Wireless Charging besonders praktisch. Sie brauchen kein Kabel, sondern setzen die Powerbank einfach auf die Rückseite des Telefons.
Netzteil: Eines reicht für alles
Die Zeiten, in denen jedes Gerät ein eigenes Netzteil brauchte, sind vorbei. Ein gutes Ladegerät versorgt heute Smartphone, Kopfhörer und Notebook gleichzeitig. Achten Sie auf GaN-Technologie: Solche Ladegeräte sind deutlich kleiner, leichter und erhitzen sich bei hoher Belastung weniger als ältere Modelle. Auf Reisen sind sie fast unverzichtbar. Was sollten Sie noch wissen?
- Leistungsverteilung: Hat ein Ladegerät zum Beispiel 65 W und Sie schließen Smartphone und Notebook gleichzeitig an, wird die Leistung auf die Anschlüsse verteilt (z. B. 45 W für das Notebook und 20 W für das Smartphone). Prüfen Sie, ob nach der Aufteilung noch genug Leistung für Ihr Notebook übrig bleibt – für normale Arbeit brauchen die meisten Geräte mindestens 45 W.
- USB-C ist die Basis: Das ideale Reiseladegerät hat mindestens zwei USB-C-Anschlüsse und einen klassischen USB-A-Port für ältere Kabel oder Smartwatches.
Reiseadapter: Nur Steckeradapter, kein Spannungswandler
In Süditalien, Großbritannien, den USA oder Asien kommen Sie mit dem gewohnten deutschen Stecker nicht immer weiter. Ein Reiseadapter löst dieses Problem, hat aber klare Grenzen:
- Universell oder lokal: Wenn Sie häufig in verschiedene Teile der Welt reisen, lohnt sich ein universeller Adapter mit ausfahrbaren Kontakten. Für eine einzelne Reise reicht meist ein einfacher Adapter für das konkrete Land.
- Der Adapter verändert die Spannung nicht: Das ist wichtig. Steckdosen in den USA liefern 110 V, in Europa sind es 230 V. Für die meisten modernen Ladegeräte ist das kein Problem, wenn auf dem Typenschild 100–240 V steht. Schließen Sie in Amerika jedoch einen europäischen Föhn oder ein Glätteisen an, funktionieren diese Geräte nicht richtig. Umgekehrt sollten amerikanische Geräte niemals direkt an das europäische Stromnetz angeschlossen werden. Sie können durchbrennen.
- Integriertes Ladegerät: Die besten Reiseadapter funktionieren gleichzeitig als GaN-Ladegeräte – Sie schließen das Notebook direkt an den Adapter an, weitere USB-C-Ports laden Smartphones. So sparen Sie zusätzlichen Platz im Koffer.
Mehr über Reiseadapter erfahren Sie in unserem separaten Artikel.
Drei Regeln für Reisen ohne Stress
- Ein schwaches Kabel bremst das Schnellladegerät aus: Ein 65-W-Ladegerät bringt wenig, wenn Sie ein altes, abgenutztes Kabel anschließen, das nur 15 W durchlässt. Nehmen Sie auf Reisen zertifizierte, idealerweise geflochtene Kabel mit.
- Laden Sie regelmäßig nach: Lassen Sie Akkus nicht bis auf null Prozent fallen. Am Flughafen, im Café oder im Zug lohnt es sich, zwischendurch Energie nachzuladen. Das schont den Akku, und Ihr Smartphone bleibt bereit für Navigation oder Boardingpass.
- Technik gehört griffbereit nach oben: Powerbank und Kabel sollten nicht ganz unten im Rucksack verschwinden. Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen oder mit leerem Smartphone in einer fremden Stadt brauchen Sie sie meist sofort.